Literaturliste

 

Literaturhinweise:
Es werden wichtige Grundlagenwerke für die Entwicklung der Methode der „Integration traumaassoziierter Selbstanteile“ kommentiert. Diese Liste stellt gleichzeitig eine Empfehlung dar, wenn man sich entscheidet, tiefer in den wissenschaftlich fundierten Hintergrund dieses Behandlungsansatzes auseinander zu setzen. Sie wird laufend fortgeschrieben.

 

Brisch, Karl-Heinz, „Bindungsstörungen“, Klett-Cotta, Stuttgart, 1999

„Karl Heinz Brisch demonstriert anschaulich, wie die Bindungstheorie Bowlbys für die therapeutische Praxis umgesetzt werden kann. Psychische Störungen lassen sich vielfach als Bindungsstörungen diagnostizieren. Dieses Buch führt die verschiedenen Spielarten einer solchen bindungsorientierten Psychotherapie vor.“ (Klappentext1999)

Fonagy, P. et al Affektregulierung, Mentalisierung und die Entwicklung des Selbst“. Klett-Cotta, Stuttgart, 2011 (4.Aufl.)

„…Das Wissenspektrum der Autoren ist schlichtweg umwerfend; es reicht von der ‚Philosophie des Geistes‘ über entwicklungspsychologische Forschungen über die Fähigkeit von Kindern, ihre eigenen mentalen Zustände und die von anderen zu repräsentieren, über die schwere Persönlichkeitsstörungen bis hin zu klinischen Erkenntnissen von Säuglingen, Kindern und Erwachsene – und alles auf dem Hintergrund der Bindungstheorie“. (Drew Westen, Boston University)

Garbe, Elke, „Das kindliche Entwicklungstrauma. Verstehen und bewältigen“ Klett – Cotta  Stuttgart, 2017 (2. Auflage)

„Das vorliegende Buch, das auch andere Referenzliteratur einbezieht, fördert das Verständnis der Entwicklung von frühen Traumatisierungen, gibt einen klaren Überblick über verschiedene entwicklungspsychologische Konzepte und therapeutische Ansätze und zeigt die besonderen Erfordernisse der Arbeit mit traumatisierten Menschen einfühlend und gut nachvollziehbar auf.“ (Maya Krell, Punktum)

Gödde, Günter; Stehle, Sabine (Hg.) Die therapeutische Beziehung in der psychodynamischen Psychotherapie“ Psychosozialverlag, Gießen, 2016

„In der psychodynamischen Psychotherapie besteht heute ein weitgehender Konsens darüber, dass die im therapeutischen Prozess ständig erfolgende Beziehungsregulierung für das Gelingen einer therapeutischen Behandlung von entscheidender Bedeutung und Kernpunkt jeder Veränderung ist. ….“ (Klappentext)

Kilian, Hans; Köhler, Lotte; „Von der Selbstachtung zur Selbsterhaltung“ , Psychosozial, 2013

Wer sich der Selbsttheorie von Heinz Kohut behutsam und eher leicht verständlich annähern möchte, dem sei dieses kleine Buch empfohlen. Es wird nachvollziehbar, warum die Weiterentwicklung von Freuds Triebtheorie zur Selbsttheorie Kohutsaufgrund der geschichtlichen Prozesse notwendig war.

Kohut, Heinz, „Die Heilung des Selbst“, Frankfurt am Main, 1. Aufl. 1981

Kohut hat mit seiner Theorie der Entwicklung, Erkrankung und Heilung des Selbst ein Grundlagenwerk für die moderne, psychodynamischen Psychotherapie geschrieben und damit die Theorie von Freud wesentlich weiterentwickelt. Ihm verdanken wir die Beschreibung innerer Fragmentierungsprozesse des Selbst nach komplexer Traumatisierung vor allem in der Kindheit. Für Traumatherapeuten, die in ihre Behandlungsmethode den empathischen Blick in die Innenwelt des Patienten einbeziehen wollen, ist dieses Werk ein Standartwerk und ein unbedingtes Muss.

Levine, P.A.(2016). Trauma und Gedächtnis, Kösel-Verlag, München, 2016

„Der international renomierte Traumatherapeut …geht in diesem Buch der vielfach diskutierten Frage nach, wie wir Menschen traumatische Erinnerungen speichern. Mit beeindruckenden Fallbeispielen macht er die komplexe Interaktion zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Gehirn und Körper verständlich und bietet hilfreiche therapeutische Werkzeuge, um die traumatischen Erinnerungspuren aufzufinden und zu tranformieren“ (Klappentext)

Neumann, Neumann-Lenzen, „Psychodynamisches Denken und Handeln in der Psychotherapie“ , psychosozialverlag, Gießen, 2017

Die Autoren ….beschreiben die Anwendungsmöglichkeiten psychodynamischer Konzepte aus der Perspektive eines intersubjektiven Ansatzes für die Erwachsenen-, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Im Zentrum stehen dabei die aktive Gesprächsführung und die Interaktion zwischen TherapeutInnen und PatientInnen. …Das … dargestellte psychodynamische Verständnis der Beziehungsgestaltung kann ein Gewinn für jedes therapeutische Verfahren sein“ (Klappentext)

Peichl, Jochen, „Jedes Ich hat viele Teile“, Kösel, München, 2011

„Wer oder was ist das „Ich“? Aus therapeutischer Sicht scheint gesichert, dass das Ich keine Einheit ist, sondern aus vielen Teilen besteht. Vor allem traumatisierte Menschen machen die Erfahrung des geteilten Selbst in radikaler Weise. Ihr Ich zerfällt in die unterschiedlichsten Teil-Persönlichkeiten“ (Klappentext) Peichl ist esneben seinen anderen Veröffentlichungen mit diesem Buch besonders gelungen, die Dissoziationstheorie auf ein leicht verständliche Weise Praktikern und interessierten Laien nahe zu bringen. Ein gutes Einstiegsbuch in diese Thematik.

Porges, W Stephen, „Die Polyvagal-Theorie und die Suche nach Sicherheit“ G.P. Probst  Verlag, Lichtenau, Westfalen, 2017

„…ich hoffe, es ist mir gelungen, in diesem Buch die besondere Bedeutung des Gefühls der Sicherheit für den Heilungsprozess zu veranschaulichen. Aus Sicht der Polyvagaltheorie ist ein Mangel an diesem Gefühl der Sicherheit der entscheidende biobehaviorale Aspekt bei der Entstehung psychischer und physischer Krankheiten.“ (Stephen W. Porges)

In diesem Buch wird die Polyvagaltheorie und ihre Bedeutung für gelingende Therapie von Patienten mit komplexen Traumafolgestörungen, wie Entwicklungs- und Bindungstraumatisierungen, verständlich dargelegt. Es wird belegt, dass die Bildung und die Wiederherstellung des Gefühls von Sicherheit eine grundlegende Bedingung für eine gelingende Entwicklung und Traumatherapie ist.

Rass, E. & Schore, A. Allan Schore: Schaltstellen der

Entwicklung. Stuttgart: Klett-Cotta, Stuttgart, 2012

Da seine Affektregulationstheorie die modernen Erkenntnisse der Hirnforschung, Entwicklungspsychologie, Psychoanalyse, Biologie und Neurochemie integriert gilt sein Werk als komplex und anspruchsvoll. Aus diesem Grunde nähert sich Eva Rassden zentralen Gedanken Schores zunächst mit Hilfe persönlicher Gespräche und Interviews, um im weiteren Verlauf eine Auswahl seiner wichtigsten teilweise bisher unveröffentlichten Texte zu präsentieren“ (Klappentext)

Reddemann, Luise, „Psychodynamisch imaginative Traumatherapie“  Klett – Cotta, Stuttgart, 2011

„Der respekthafte Umgang mit den Patienten und ihrem Recht auf Selbstbestimmung ist auf jeder Seite spürbar“ (Peter Fürstenau). Es ist ein Standartwerk, welches die Entwicklung der Traumatherapie grundlegend mitbestimmt hat. Eine ganze Generation von Traumatherapeutenhat von Luise Reddemann gelernt, wie man professionell und dabei achtsam und respektvollLeid und Angst lindern kann.

Sack, Sachse, Schellong, „Komplexe TraumafolgestörungenSchattauer, Stuttgart, 2013

„Erfahrungen von schwerer Gewalt und Vernachlässigung vor allem in der Kindheit und Jugend können zu einer Vielzahl psychischer und psychosomatischer Symptome führen. Typische Folgen sind Probleme der Affektregulation, der Selbstakzeptanz sowie Scham- und Schuldgefühle. Nicht selten leiden Betroffene auch unter somatoformen Störungen, Angststörungen, dissoziativen Störungen oder Suchterkrankungen….“ (Klappentext) Dieses wissenschaftliche Fachbuch referiert und diskutiert die neueren Forschungsergebnisse zu diesen Themen. Es liefert somit Praktikern eine fundierte Grundlage für ihre Behandlungen und Beratungen.

Sack, Martin „Schonende Traumatherapie, Schattauer, Stuttgart, 2010

„Anschaulich erläutert der Autor ressourcenorientierte Therapiestrategien und spezielle Techniken. Die plastische Schilderung konkreter Behandlungssituationenund lösungsorientierte Empfehlungen für den Umgang mit therapeutischen Herausforderungen ermöglichen eine effektive Umsetzung in der Praxis. Besonderer Schwerpunkt ist die Behandlung von Patienten mit komplexen Traumafolgestörungenund dissoziativen Störungen“ (Klappententext)

Steele, Boon, Van der Hart, „Die Behandlung traumabasierter Dissoziation“, G. P. Probst Verlag, Lichtenau Westfalen, 2017

„Dieses umfassende Lehrbuch von drei Meistern der klinischen Arbeit ist eine hochwillkommene Ergänzung der stark wachsenden Literatur über die Behandlung von Patienten, die extreme frühkindliche Traumata erlebt haben“ (Judith Herman)

Streek-Fischer, Anette„Trauma und Entwicklung“, Schattauer, Stuttgart, 2006

„Angefangen mit der Frage „Was ist normal?“ beschreibt die Autorin gesunde und krisenhafte Adoleszenzverläufe, die Psychopathologie von Traumatisierungen in der Entwicklung, pathologische Adoleszenz sowie die wichtigsten Störungsbilder. …. Prägnant, anschaulich und oftmals kritisch vermittelt die Autorin ihr fundiertes Wissen“ (Klappentext)

Thich Nhat Hanh, „Versöhnung mit dem inneren Kind“ O.W.Barth, München, 2011

Thich Nhat Hanh beschreibt den buddhistischen Weg zur Aussöhnung mit der eigenen Traumaerfahrung in der Kindheit. Das innere Kind wird verstanden als die eigenen, frühen, tief verdrängten traumatischen Erfahrungen und als Ausdruck innerer Verletzungen.

Van der Hart, Nijenhuis, Steele, „Das verfolgte Selbst“, Junfermann, Paderborn, 2008

„Onno van der Hart, Ellert Nijenhuis und Kathy Steele haben einen Bahnbrechenden Beitrag zur Erforschung von Traumata geleistet, und ihnen ist ein Klassiker zum Thema Dissoziation und dissoziative Störungen gelungen.“ (Richard P. Kluft)

In diesem Buch weden die strukturelle Dissoziation und ihre Behandlung praxisnah und theoretisch gut begründet dargelegt. Das entwickelte Modell der Aufteilung in ANP und EP ist heute international klinische Diskussions- und Behandlungsgrundlage.

Van der Kolk, „Verkörperter Schrecken “, G.P. Probst Verlag, Lichtenau, Westfalen, 2015

„Dieses Buch ist eine erstaunliche Tour de Force. Seine ungeheuer aufschlussreiche, zutiefst empathische und mitfühlende Perspektive weist den Weg zu einer noch humaneren Behandlung Traumatisierter, zu einer erheblichen Erweiterung des Repertoires auf Selbstregulierung zielender Heilmethoden und therapeutischen Möglichkeiten.“ (Jon Kabat – Zinn)

Wöller, Wolfgang, „Trauma und Persönlichkeitsstörungen“ Schattauer, Stuttgart, 2006.

„Sind Persönlichkeitsstörungen das Ergebnis von traumatischen Erfahrungen? Dieses Buch erläutert mögliche Zusammenhänge zwischen der Persönlichkeitsstörung eines Menschen und seinen traumatischen Erlebnissen in der Kindheit und Jugend. Der Fokus liegt dabei auf chronischen Bindungs- und Beziehungstraumatisierungen.“ (Klappentext)